Dieses Jahr haben wir unsere Jahreshauptversammlung in Würzburg abgehalten. Die Stadt am Main empfing uns mit Sonnenschein, aber bitterkalten Temperaturen.
Den Freitagabend haben wir bei Cocktails und Würfelspielen in einer Kneipe ausklingen lassen. Der lokalen Tradition des „Weinshoppens” folgend, haben wir dann noch auf der Alten Mainbrücke Weißwein und Glühwein getrunken, bevor wir den ersten Tag der Jahreshauptversammlung mit einem kleinen Plausch bis spät in die Nacht beendeten.
Die offizielle Generalversammlung begann am Samstag um 10:00 Uhr, wobei viele Personen persönlich und online teilnahmen. Auch wenn wir die erforderliche Beschlussfähigkeit für endgültige Entscheidungen nicht erreicht hatten, konnten wir dank der Möglichkeit der verspäteten Online-Abstimmung unsere Entscheidungen beschließen. Alle Mitgliedervertreter konnten noch bis zum 21. Dezember abstimmen.
Wir haben noch offene Positionen für Vorstandsmitglieder, darunter einen IT-Beauftragten und einen Mitgliederbeauftragten. Bitte fragt bei euch vor Ort nach, ob jemand bereit ist, sich ehrenamtlich für unsere Organisation zu engagieren.

Workshop und Diskussion über akademischen Druck und Verantwortlichkeiten
Der erste Workshop wurde von Malte und Leon aus unserem eigenen Vorstand vorbereitet und entwickelte sich schnell zu einer Plattform für Diskussionen über Finanzierungsstrukturen in der Wissenschaft. Diese Diskussion war sehr ergiebig und zeigte erneut, wie wichtig der Austausch über erfahrene Probleme ist, um Positionen für den Bundesverband zu entwickeln und Ideen zur Lösung dieser Probleme zu schaffen.
Tensegrity: Wiederaufbau der gegenseitigen Unterstützung in der Wissenschaft
Zusammen mit ihren Kollegen hat Dr. Caterina Malai ein Konzept für Peer-to-Peer-Kaffeepausen entwickelt, um die psychische Gesundheit im akademischen Bereich zu stärken. Die Idee besteht darin, Forschende in kurzen Kursen beizubringen, wie sie ihre Kolleg:innen mit Empathie und einem offenen Ohr unterstützen können. Diese Sitzungen sollen keine professionelle Hilfe ersetzen, die in Deutschland oft nur schwer zugänglich ist, sondern vielmehr eine einfache Unterstützungsstruktur innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft bieten. Durch die Vermittlung grundlegender Zuhör- und Kommunikationsfähigkeiten an Forschende zielt die Initiative darauf ab, nachhaltige Netzwerke des Vertrauens und der gegenseitigen Fürsorge über Institutionen hinweg zu schaffen.
Dr. Malai führte uns durch mehrere kurze Übungen, in denen wir lernen konnten, wie effektives Kommunizieren und Zuhören funktioniert, wenn jemand über seine Probleme spricht oder man selber über die eigenen Probleme redet. Wir alle waren begeistert von dieser Erfahrung und davon, von ihren Erfahrungen mit der Unterstützung von Kolleg:innen zu lernen.

Bericht des Vorstandes
Die offizielle Tagesordnung unserer Jahreshauptversammlung in Würzburg begann am zweiten Tag. Unsere beiden Sprecherinnen Benita und Luisa legten einen Bericht über die Aktivitäten des vergangenen Jahres vor. Im Rahmen dieses Berichts über die Arbeit des Vorstands gab jedes Vorstandsmitglied einen Überblick über seine Aktivitäten und Erfolge. Es wurden mehrere neue Initiativen zur Einbindung von Doktoranden und Politikern ins Leben gerufen und getestet. Diese wichtige Arbeit wäre ohne das Engagement unserer Vorstandsmitglieder, die ihre wertvolle Zeit ehrenamtlich für unseren Bundesverband einsetzen, nicht möglich. Das Thema, Menschen zur Teilnahme an jeglicher Form von Vorstandsarbeit zu motivieren, löste eine längere Diskussion über die Schwierigkeiten dabei aus. Alle Anwesenden waren sich einig, dass wir Ideen entwickeln sollten, um Menschen zur Mitwirkung in der Doktorandenvertretung zu motivieren. Wenn Sie bewährte Strategien zur Motivierung von Menschen haben, teilen Sie diese bitte mit uns.
Wahl des neue Team im Vorstand
Im Anschluss an den Bericht über das vergangene Jahr haben wir die Wahl eines neuen Vorstands durchgeführt. In den letzten Monaten haben Benita und Luisa viel Zeit darauf verwendet, Freiwillige für die freien Positionen im Vorstand zu finden. Einige bekannte Gesichter haben ihre Positionen wieder übernommen, während andere die Gelegenheit genutzt haben, mehr Verantwortung innerhalb unseres Vereins zu übernehmen. Leider blieben einige Positionen unbesetzt. Wir suchen daher weiterhin Freiwillige, die unsere Arbeit im Vorstand unterstützen. Wenn Sie daran Interesse haben, melden dich gern bei uns!

Zwei neue Mitglieder für den Verband
Zwei weitere lokale Vertretungen sind bei der Mitgliederversammlung vorläufig unserem Bundesverband beigetreten: die TU Ilmenau mit 766 Promovierende und die Hertie School of Governance mit 65 Promovierenden. Wenn ihr mehr über ihre Arbeit erfahren wollt, werden wir in den kommenden Woche ein wenig was in unserem Blog zu den beiden Vertretungen veröffentlichen. Zusammen vertreten wir nun etwa 80 % der 138.000 Doktoranden, die offiziell vertreten sind.
Insgesamt war diese Jahreshauptversammlung ein großer Spaß, und es war wunderbar, euch alle zu treffen. Vielen Dank an alle, die in Würzburg dabei waren oder sich online zu dieser wunderbaren gemeinsamen Zeit zugeschaltet haben. Wir freuen uns auf das Jahr 2026 und die bevorstehenden Herausforderungen. Wir sind dankbar für die Energie, die Ideen und die Begeisterung, die jeder von euch mitgebracht hat. Lasst uns diesen Schwung mitnehmen und das kommende Jahr gemeinsam noch wirkungsvoller gestalten.




